JUGEND MACHT DENKMAL

Städtebauliche Forschungsprojekte unter dem Motto „Jugend macht Stadt“ des BBSR haben gezeigt, wie sich Jugendliche aktiv in die Stadtentwicklung einbringen können. Aktivierende Jugendprojekte im Stadtraum haben sich etabliert, in Planungsprozessen werden Jugendliche mit Ihrem Expertenwissen eingebunden: Mit Kreativität, eigenen Ideen und ihrer lokalen Expertise können sie Impulse für viele Entwicklungsprozesse geben.

Diese Erfahrung lassen sich auf Denkmäler übertragen. Unter unserem Motto „Jugend macht Denkmal“ bieten sich neue und nachhaltige Wege der Denkmalvermittlung und Denkmalentwicklung mit großer Wirkkraft bis in die Stadtentwicklung hinein.

 

Die Erfahrungen nach zwei Jahren LOST TRACES… haben gezeigt:

Jugendlichen können aktiv in die Verantwortung um Denkmäler und historischen Leerstand eingebunden. Es braucht dafür die Bereitschaft, historische Orte für junge Menschen zu öffnen, die Offenheit gegenüber den Projektideen der Jugendlichen und – im Falle von Denkmälern – keine Angst vor dem Verlust der Deutungshoheit sowie die Bereitschaft zur Partizipation.

Mit Unterstützung durch Lehrkräfte, Expert/innen und lokalen Akteuren sowie Kommunen können Jugendliche Denkmäler aktiv mitgestalten, diese zukunftsfähig machen und Verantwortung zu übernehmen. Zudem ermöglichen aktivierende Projekte im Denkmal wesentliche Lern- und Gestaltungserfahrungen sowie politischen Erfahrungen, einer als gewinnbringend erlebten Teilhabe und Selbstwirksamkeit, die den eigenen Lebensweg prägen können. Jugendliche sind Projektmacher, Stadtmacher und Denkmalmacher. Sie sind als konstruktive Akteure der Stadtentwicklung anzuerkennen und können aktiv eine Rolle der Kulturerbesicherung wahrnehmen. Lassen wir die Jugend Denkmal (mit)machen!